Das war das Jahr 2012

 

Der Osteroder Putztag

Auch die Mitarbeiterinnen der Osteroder Tafel waren von der Polizeidienststelle bis zur Blumenwiese aktiv

Er hat schon Tradition in Osterode: der Osteroder Putztag. Viele helfende Hände sorgen dafür, dass unsere schöne Stadt etwas sauberer wird und der viele unüberlegt wild entsorgte Müll in gemeinschaftlicher Arbeit gesammelt und ordnungsgemäß verbracht wird. Auch die Mitarbeiterinnen der Osteroder Tafel unter Leitung von Uta Schwarz waren aktiv. Von der „Abgunst“ bis zur wunderschön blühenden Blumenwiese in Richtung Butterbergtunnel wurde Müll gesammelt. Es kam schon Einiges zusammen, was eingetütet wurde: Eine Eisenstange, diverser Papiermüll, Flaschen verschiedenster Art, Zigaretten, Getränkebecher und eben so alles, was unbedarft entsorgt wird. Da das Wetter mitspielte, konnten die Frauen der Tafel die Aktion mit viel guter Laune durchführen und mit sich und ihrer Arbeit zufrieden sein.

 

Tafelarbeit – Arbeit mit vielen Facetten

 

Ein Tag wie jeder

 

Alle sind sie kurz vor 14.00 Uhr da: 7 Frauen und 1 Mann, die heute, am Mittwoch, die Lebensmittelausgabe der Osteroder Tafel organisieren und durchführen. Man trifft sich kurz zu einer Lagebesprechung. Bernd, der für die Verteilung und die Organisation in der Ausgabe zuständig ist, bringt es auf den Punkt: Ware ist genug für alle da, bestimmte Teile müssen kontingentiert werden, damit alle, egal, ob sie früh oder spät an der Reihe sind, ihren Anteil belkommen. Die Stimmung ist gut, wie meistens unter den Frauen, die ehrenamtlich 3 Mal die Woche diese Ausgabe möglich machen. Die Betriebe haben gute Waren zur Verfügung gestellt und die gelöste Stimmung ist vorprogrammiert. Pünktlich um 14.00 Uhr sind die ersten Kunden, die nach einem Lossystem ihre Nummer eine Woche vorher erhalten, da, und die Ausgabe beginnt. Brot und Kuchen, Obst, Gemüse, Milchprodukte und Fleisch- und Wurstwaren wandern in die Körbe der Kunden. Ein älterer Herr, der der deutschen Sprache nicht so ganz mächtig ist, freut sich über Obst und Gemüse. Aha, hier wird zu Hause noch richtig gekocht. Bernd bringt eine Kiste frischen Gemüses und die Frau überreicht dem Herrn ein kohlartiges Gebilde. Er sieht sie fragend an: “Was ist das, was kann man damit kochen?“ Die Frau zögert, weiß sie doch nicht genau, was das für eine Sorte ist, die sie in der Hand hält. Man will ja auch keine falsche Auskunft geben. „Mangold“ sagt die Nachbarin. „Nein“, das ist kein Mangold kommt es von der Brotverteilung, „das ist etwas Chinesisches“. „Chinakohl“, meint eine Kundin. „Nein, den kenne ich“, sagt die Nachbarin. Jetzt hilft nur noch eins: „Bernd, was hast du uns da heute gegeben?“ Bernd kann nur lachen: „Das, meine Damen, ist pak choi, eine asiatische Kohlvariante“! „Ja, und was mache ich damit“? Jetzt weiß wieder jede was dazu: „Kann man schön in Butter schmoren, wie Mangold“ „So zubereiten wie Spinat, schmeckt bestimmt auch gut“ „Ein bisschen Knoblauch kann auch nicht schaden“. So geht es weiter unter großer Heiterkeit. Der ältere Herr hat nicht alles mitbekommen, aber er sieht an den Gesichtern: „ Das wird schmecken“. Seiner Frau wird schon etwas einfallen. Er nimmt den pak choi und geht zu den Milchprodukten. Die Verteilung geht weiter bis 16.00 Uhr und die pak choi Geschichte wiederholt sich. Beim nächsten Mal wissen alle, was es ist und viele werden auch im Internet nach Rezepten mit pak choi stöbern und können dann bei der nächsten Ausgabe ganz souverän erzählen, dass man pak choi so und so und so zubereiten kann, dass er auf jeden Fall vitamin- und ballaststoffhaltig und gesund ist. Ja, so sind die Damen und der Herr von der Osteroder Tafel. Wenn alle Kisten wieder verpackt und die Kühlung wieder bestückt ist, kommt die Frau, die für Sauberkeit sorgt. Die Frauen treffen sich kurz, halten Rücksprachen, schwatzen noch ein wenig über dies und das und dann: „Tschüss, bis zum nächsten Mal“.

 

 

 

Ja, so ist ein ganz normaler, schöner Ausgabetag bei der Osteroder Tafel.

 

Ostergruß

 

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,


die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Osteroder Tafel wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen ein frohes und gesundes Osterfest. Mit dem Gedicht von Anita Menger hoffen wir mit Ihnen auf leuchtendgelbe Tage mit Sonne und Wärme.

Frühlingsträume

 

Weit zieht der Winter sich zurück,

es grünen Busch und Bäume.

Das Lied der Nachtigall heißt Glück

im Glanz der Frühlingsträume.

Natur uns schon erahnen lässt

was wir bald nicht mehr missen

und weisend auf das Osterfest

blüh´n leuchtendgelb Narzissen.

Eine kleine Ostergeschichte

 

Die Osteroder Tafel lebt von regelmäßigen Lebensmittelspenden verschiedener Märkte. In der Zeit nach Weihnachten werden viele Weihnachtsschokoladenkugeln oder Schokoladenmänner, die nicht mehr in den Verkauf kommen, gespendet. Die Haltbarkeit dieser Produkte ist sehr lang, so dass die Tafel sie lagern und nach und nach ausgeben kann. Die Zeit dieser Ausgabe zieht sich bis Ostern, da nie alles auf einmal ausgegeben wird.


Eine kleine Geschichte über den Osterhasentafelweihnachtsmann

Es ist die Osterwoche. Die Ausgabe am heutigen Tag läuft auf Hochtouren. Viele sind gekommen, die Waren gehen geregelt über den Tresen und einige Mütter haben auch ihre kleineren Kinder mit dabei. Die Kinder kommen gerne, denn sie wissen, dass oftmals was extra für sie unter dem Tresen hervorgeholt wird und ihnen geschenkt wird. Heute liegen kleine Weihnachtsmänner und bunt eingepackte Weihnachtskugeln auf den verborgenen Tellern.

Die kleinen Kinder nehmen diese Süßigkeiten, packen sie aus und lassen sie sich schmecken: Bei den Größeren ist es doch schon ein wenig anders: „Willst du etwas Süßes?“ fragt die Frau von der Ausgabe. Eifriges Nicken und erwartungsfrohes Schauen: „Was ist es diesmal?“ Die Frau nimmt einen kleinen Weihnachtsmann und einige kleine Weihnachtskugeln in goldenem Papier und reicht sie den Kindern. „Aber, es ist doch Ostern und das hier sind doch Weihnachtssachen!“ Fragend und etwas enttäuscht schauen die Kinder: Aber die Frau ist um eine Antwort nicht verlegen: „Weißt du, der Osterhase der Osteroder Tafel ist ein kleiner Spitzbube. Er hat sich dieses Mal als Weihnachtsmann verkleidet und runde Eier vorbeigebracht.“ Die Kleinen sind zufrieden, die Größeren lächeln wissend. Aber ausgepackt haben sie alle und schmecken wird die Weihnachtsschokolade genau wie die Osterschokolade. So ist der Tafelosterhase nun mal und seine Ostersachen werden auch noch im späten Frühjahr schmecken.

 

Die Tafelspenden sind gut angelegt!

 

Am Donnerstag, stand es im Harzkurier: Die Bundesagentur für Arbeit gab ihre Zahlen in Bezug auf Hartz-IV-Empfänger bekannt. Dabei wurde deutlich, dass entgegen der oft vorherrschenden Meinung, nur gegen etwa 3% der erwerbsfähigen Bezieher Sanktionen verhängt wurden. Dazu sagte die Agentur: „Die ….Missbrauchsfälle und Betrugsfälle steigen nicht an. Die überwiegende Zahl aller erwerbsfähigen Leistungsbezieher macht mit, engagiert sich und will in Arbeit kommen.“ Genauso verhält es sich bei der Tafel. Wie oft müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich anhören, dass dieser Kunde oder diese Kundin zu Unrecht bei der Tafel Waren beziehe, dass der oder die Kundin mit dicken Autos vorfahren würden, dass man gesehen habe, wie der oder die mit dem Tafelgemüse zu Hause die Kaninchen füttert und dergleichen mehr. Meistens sind das Aussagen, die nicht nachweisbar sind, die aber die Einstellung mancher Bürger gegenüber der Tafel deutlich macht. Dabei ist die Ausgabe von Lebensmittel durch die Tafel reglementiert. Tafelkunden müssen berechtigt sein, Lebensmittel zu erhalten. Diese Berechtigung wird nur dem zugesprochen, der vom Sozialamt als Leistungsempfänger definiert ist. Man kann nicht einfach zur Ausgabe kommen, seinen Verwaltungsbeitrag bezahlen und dann Lebensmittel mit nehmen. Das geht nur gegen Vorlage eines Ausweises. Dieser Ausweis wird von Mitgliedern des Tafelvorstandes nach Überprüfung der Berechtigung ausgestellt. Es hat also alles im Normalfall seine Richtigkeit. Wer sich bei der Tafel engagiert oder für die Tafel spendet, kann sicher sein, dass er vor Ort hilft und dass seine Spenden auch vor Ort verwendet werden. Übrigens, wenn bei einem Kaninchenzüchter Grünzeug in der Küche anfällt, verfüttert er es auch an seine Kaninchen. Allemal besser als wegzuwerfen!

 

Schulranzen für bedürftige Familien

Einschulungstag ist ein besonderer Tag. Voller Spannung haben die Kinder darauf gewartet: Mit einer Schultüte und einem ersten Schulranzen geht es ab in die Schule. Jeder ist neugierig, wie es sein wird und man schaut schon einmal, was das Kind neben einem selbst für eine tolle Tüte oder Tornister hat. Die Eltern wissen, was ein neuer Tornister kostet und mancher Familie fällt es schwer, dafür das benötigte Geld aufzubringen. Umso mehr freut es die Osteroder Tafel, dass die Firma „Papierus“, die in Osterode ein Geschäft führt, acht neue Markentornister zum Schulanfang für bedürftige Familien gespendet hat. „Wir tun das gerne, denn wir wissen, dass die Osteroder Tafel dafür sorgt, dass die Tornister in die richtigen Familien kommen“, so Filialleiter Steffen Hohmann, „zumal wir wissen, dass es Familien gibt, die keinen neuen Tornister kaufen können“.

 

7 Jahre Osteroder Tafel – Engagement für Menschen in der Region


Jahreshauptversammlung der Osteroder Tafel

 

Viele Stühle waren besetzt, als Dr. Hartmut Herrmann die Mitglieder der Osteroder Tafel im Gemeindezentrum der Jacobi Schlosskirche begrüßte. In seinem ausführlichen Bericht würdigte er als Vorsitzender der Osteroder Tafel die Arbeit, die im letzten Jahr von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von den 60 Ehrenamtlichen geleistet wurde. Diese stellten sicher, dass die Lebensmittelspenden von 20 Märkten, von Geschäften und vielen anderen Spendern im Haus der Osteroder Tafel in der Abgunst sortiert, verpackt, fachgerecht gelagert und ausgegeben wurden. Darüber hinaus belieferten die Mitarbeiter mit den zwei Kühlwagen die Außenstellen im Landkreis. Seit November 2010 liegt das Qualitätsmanagement für die gesamte Lebensmittellagerung und -ausgabe wie auch für die Einhaltung der Hygienevorschriften bei Frau Uta Schwarz. Dass die amtlichen Kontrollen ohne Beanstandungen durchgeführt wurden, ist ihrer Kompetenz zu verdanken. Dr. Herrmann führte weiterhin aus, dass die Zahl der ausgegebenen Lebensmittelkisten bei ca. 430 pro Woche liegt. Eine Voraussetzung für die Empfänger dieser Lebensmittel ist eine Bescheinigung ihrer Gemeinde, mit der sie ihre Bedürftigkeit nachweisen können. Leider ist die Zahl der Senioren, welche die Lebensmittelausgabe in Anspruch nehmen, nach wie vor gering, obwohl bei vielen die Bedürftigkeit gegeben ist. Gut angenommen wird bis heute der Mittagstisch, der an zwei Tagen in der Woche gereicht wird. All dies wäre ohne die verlässliche Förderung durch die Stiftung Osteroder Tafel und die Spendenfreudigkeit der Bürgerinnen und Bürger sowie vieler Sponsoren nicht möglich. Leider ist zu konstatieren, dass die dringend benötigten Geldspenden stark zurückgegangen sind. Besonders erfreulich ist es dann, wenn der Lions Club in der Vorweihnachtszeit für 10 000 Euro Schuhgutscheine für bedürftige Kinder zur Verfügung stellt. Insgesamt ist der Verein mit seinen 138 Mitgliedern gut aufgestellt, fast die Hälfte von ihnen setzt sich ehrenamtlich für den Tafelbetrieb ein. Dr. Herrmann hob das große Engagement von Andrea Stöpler, Cordula Gaebel und Erika Neuschulz sowie besonders das von Bernd Schneider hervor. Auch die umfangreiche und verantwortliche Geschäftsführung der Tafel lag allein in ehrenamtlichen Händen und wurde zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Detlef Timme und der Schatzmeisterin Christiane Oestern von einem starken Vereinsvorstand geprägt, stark durch unermüdlichen Einsatz und guten Zusammenhalt. Im Rahmen eines Rückblicks würdigte Dr. Herrmann das besondere Engagement von Detlef Timme, der sich nach 7 Jahren Mitarbeit, davon 4 Jahre im Vorstand, aus dem Verantwortungsbereich der Tafel zurückziehen möchte. Mit einem Präsentkorb, der auch eine harte Kokosnuss stellvertretend für die vielen harten Nüsse, die während seiner Arbeit von ihm zu knacken waren, enthielt, bedankte sich die Tafel. Nach der Entlastung des alten Vorstands wurden zum neuen Vorstand gewählt: Dr. Hartmut Herrmann zum 1. Vorsitzenden, Frau Monika Birtel zur stellvertretenden Vorsitzenden und Christiane Oestern zur Schatzmeisterin. In der Freude am Einsatz und im guten Zusammenhalt der Mitarbeiter sieht der neue Vorstand auch weiterhin das gute Gelingen der Tafelarbeit, die so erfolgreich dem Wohl vieler Menschen in unserer Region dient.

Der neue Vorstand: Christiane Oestern, Dr. Hartmut Herrmann , Monika Birtel

 

Detlef Timme wurde als stellvertretender Vorsitzender der Osteroder Tafel verabschiedet

Bei der Jahreshauptversammlung der Osteroder Tafel wurde Detlef Timme als stellvertretender Vorsitzender der Tafel verabschiedet. Dr. Hartmut Herrmann würdigte die Arbeit von ihm, der mit seinem Engagement die Tafelarbeit in Osterode entscheidend prägte. Als Gründungsmitglied der Tafel im Jahr 2005 arbeitete er verlässlich und partnerschaftlich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Tafel, brachte seine Ideen ein und packte mit an, wenn es notwendig war. Besonders deutlich wurde diese Eigenschaft immer dann, wenn es durch sinnvolle Änderungen im Arbeitsablauf zu unerwarteten Situationen kam und entschiedenes Auftreten gefragt war. Als Dr. Herrmann 2006 die Idee eines Osteroder Mittagstisches realisierte, übernahm Detlef Timme die Leitung. Besonders aktiv war Detlef Timme, wenn es darum ging, Sponsoren für Lebensmittel zu finden und Veranstaltungen zu organisieren. Auch die Neuorganisation der Lebensmittelverteilung in dem von der Stiftung Osteroder Tafel erworbenen Haus in der Abgunst wurde von ihm mit geprägt. Detlef Timme hat sowohl als Schatzmeister als auch als stellvertretender Vorsitzender der Osteroder Tafel immer im richtigen Moment Impulse gesetzt, wenn es darum ging, die Arbeit der Tafel öffentlich zu machen und Spenden von verschiedenen Sponsoren einzuweben. Dass er es nach 7 Jahren jetzt ruhiger angehen lassen will, ist verständlich. Erfreulich ist, dass Detlef Timme der neuen stellvertretenden Vorsitzenden Monika Birtel seine Hilfe und Beratung zugesagt hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel sowie der Vorstand freuen sich, dass Detlef Timme der Tafel weiterhin verbunden bleibt. Bei seiner Verabschiedung beendete Dr. Herrmann seine Dankesrede mit folgenden Sätzen: „7 Jahre sind genug, sagst Du. Wir bedauern das sehr, aber wir haben dafür auch volles Verständnis. Im Namen des ganzen Vereins sagen wir Dir sehr herzlich Dank für Deine lange und ergiebige und prägende Mitarbeit und für das Tragen von Verantwortung im Vorstand über 4 Jahre.“

 

Duderstadt – die jüngste Ausgabestelle der Osteroder Tafel –

feierte Gründungsversammlung


Die Damen und Herren von der Tafel Duderstadt mit Dr. Hartmut Herrmann und Monika Birtel

Als der Vorsitzende der Osteroder Tafel Dr. Hartmut Herrmann und die stellvertretende Vorsitzende Monika Birtel am 21. Mai nach Duderstadt fuhren, um an der Eröffnungsveranstaltung „Tafel in Duderstadt“ teilzunehmen, war schon viel Vorarbeit geleistet wurden. Seit gut 5 Jahren Zeit bezieht die Osteroder Tafel von Lebensmittelmärkten in Duderstadt und Umgebung Warenspenden. Dabei stand immer wieder der Gedanke im Raum, dass es angemessen wäre, wenn von diesen Waren auch die Duderstädter selbst profitieren würden. Als dann aus Duderstadt eine offizielle Anfrage und Bitte an die Osteroder Tafel gerichtet wurde, stand nach abwägenden Diskussionen und nach der Abklärung der Machbarkeit fest, dass Duderstadt ein neuer Tafelpartner werden wird. Dort wurde seitens der Organisatorinnen Pastorin Christina Abel und Kirchenvorsteherin Dagmar Klie von der St. Servatius Gemeinde gut vorgearbeitet, und so erwartete eine große Gruppe die Osteroder Delegation im Gemeindehaus in der Haberstrasse, um gemeinsam die Außenstelle in Duderstadt offiziell zu eröffnen. Über 20 Personen zählte die Gründungsversammlung im Gemeindehaus der Kirche. Viele Fragen wurden an die Gäste aus Osterode gestellt und es entwickelte sich eine rege Diskussion, die zeigte, dass die Duderstädter Helferinnen und Helfer hoch motiviert sind und sich auf ihre neue Aufgaben freuen: den Tafelgedanken für hilfsbedürftige Menschen in Duderstadt in die Tat umzusetzen. Die aus Osterode mitgebrachte beispielhaft gepackte Lebensmittelkiste wurde mit großem Interesse begutachtet. Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel waren mit dem Inhalt der Kiste sehr zufrieden, ließ sich doch zu erkennen, dass damit eine gesunde und vielseitige Ernährung für den Empfänger möglich ist. Für die Tafel Osterode bedeutet diese Erweiterung ihres Einzugsbereiches zwar mehr Aufwand, gleichzeitig geht sie aber davon aus, dass die Duderstädter Lebensmittelmärkte und Geschäfte reichlicher Lebensmittel spenden werden. Darüber hinaus ist die Gründung dieser neuen Ausgabestelle eine Bestätigung für die professionelle Arbeit, die in Osterode von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet wird. Durch ihre Arbeit ist es möglich, dass viele bedürftige Menschen an ihrem Heimatort Unterstützung erfahren. Die Osteroder Tafel wünscht den Duderstädtern gutes Gelingen und eine gute Hand beim Aufbau ihrer Tafelarbeit.

 

Glück gehabt

Alles wieder gut: Martin Nagel, Uta Schwarz, Stefan Schwarz


Jeder, der mit seinem Auto auf der Strasse unterwegs ist, hat so seine Vorstellung von Situationen, die er nie erleben möchte. Wenn sie dann doch unerwartet eintreten, ist es gut, wenn alles schnell geregelt werden kann. So geschehen am Montag, 04. Juni. Unsere Tafelautos waren unterwegs um Lebensmittel von den Märkten einzusammeln. Da passierte es: auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes kam es zu einer fatalen Situation. Auf der Ausfahrt stand ein großer LKW, dahinter das Tafelauto, dahinter ein weiterer LKW. Der erste LKW übersah das Tafelauto und fuhr rückwärts, ohne dass das Tafelauto reagieren konnte. Gott sei Dank bemerkte der LKW-Fahrer das Auto, so dass er zwar das Auto beschädigte, aber so früh bremste, dass die beiden Tafel-Fahrer nicht verletzt wurden. So weit die Situation. Aber jetzt galt es, zu reagieren. Nachdem die Polizei den Unfall aufgenommen hatte, mussten die Lebensmittel umgeladen werden. Wer sollte das tun und wohin mit den Lebensmitteln? Uta Schwarz war schnell zur Stelle um für die Fahrer da zu sein, aber auch um weitere organisatorische Aufgaben zu erledigen. Da das Auto wegen Batterieausfalls nicht mehr ansprang, musste ein Abschleppdienst her, es musste Kontakt mit dem ADAC aufgenommen werden, damit der Tafel keine zusätzlichen Kosten entstehen würden und es musste ein Autohaus gefunden werden, in dem das Auto schnellstmöglich repariert werden konnte. Gut, dass Detlef Timme vom Autohaus Peter der Tafel Osterode verbunden ist. Es stellte sich heraus, dass der Schaden geringer als befürchtet war, nur eingedrücktes Blech und ein kaputter Scheinwerfer waren zu reparieren. Diese Reparatur wurde am gleichen Tag durchgeführt, so dass das Auto für den Tafeldienst wieder einsetzbar war. So war innerhalb eines Tages der Schreck überwunden, die Lebensmittel nicht verloren gegangen und die weitere Arbeit gesichert. Gut, dass so viele qualifizierte helfende Hände die Tafel unterstützen.

 

Tafelarbeit einmal anders

Konzentration gehörte dazu


Am Samstag, 30. Juni 2012 präsentiert sich die Osteroder Tafel im Rahmen „Vereine stellen sich vor“ auf dem Osteroder Wochenmarkt. Dabei sollen Informationen an interessierte Bürgerinnen und Bürger verteilt und auf die Arbeit der Tafel aufmerksam gemacht werden. Bei den Vorbereitungen für diese Aktion musste man sich darüber einigen, wie die Aufmerksamkeit am besten auf die Tafelarbeit gelenkt werden kann. Hartmut Herrmann überarbeitete den Tafel-Flyer, brachte ihn auf den neusten Stand und ließ ihn in großer Stückzahl drucken. Dabei half die Firma Kohlmann Druck & Verlag GmbH in Bad Lauterberg.


Darüber hinaus sollen am Stand kleine Körbchen, die das Logo der Tafel tragen, mit einem Stück Obst und einer kleinen Spendenbitte gefüllt, an die Besucher verteilt werden. 100 Körbchen sollten in Handarbeit erstellt und gefüllt werden. Wer bastelt 100 Körbchen? Monika Birtel bat in ihrem Infobrief an die ehrenamtlichen Helferinnen der Tafel um Mitarbeit. Am Mittwoch, 06. Juni trafen sich bei Kaffee und Kuchen Saskia Stolle, Uta Schwarz, Marianne Kubacki, Rita Warmuth, Simone Arnemann, Rita Hamann, Herta Imhof und Monika Birtel im Esszimmer der Tafel und gingen die Aufgabe an. Nach den Anfangserläuterungen wurde geschnitten, geklebt, manchmal gestöhnt, aber immer in bester Laune und fröhlicher Stimmung. Als eine der Mitarbeiterinnen großen Hunger bekam, half sogar Bernd Schneider aus und brachte belegte Butterbrote. So gestärkt kann eine Arbeit leicht von der Hand gehen. Nach 2 Stunden waren 100 Körbchen fertig, 100 Spendenbitten geschnitten und gefaltet und die Bastelgruppe erleichtert. Als nach der Mittwochsausgabe der Lebensmittel Marion Liehr und Anne Schütze noch helfend unterstützen wollten, war die Arbeit getan, so dass alle zufrieden den Tafeltag beenden konnten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Osteroder Tafel hoffen auf eine große Resonanz der Marktbesucher.

 

Der „Osteroder Tafelapfel“ war ein großer Erfolg

Endlich mal ein Samstag, an dem es nicht regnete, gewitterte oder stürmte. Der Termin für die Aktion „Vereine stellen sich vor“ auf dem Osteroder Wochenmarkt lag wunderbar. Die Sonne schien, es war nicht zu heiß und die Gruppe, die von 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr die Standbesetzung stellte, Christiane Oestern, Monika Birtel und Martina Wiedemann, war guter Dinge. Nachdem der Stand schnell aufgebaut war, Herr Urhahn die Kisten, Aufsteller, Tische und Obstkörbe lieferte, konnten die zuvor gebastelten Körbchen mit Äpfeln und Flyer gefüllt und an den runden Tischen, die mit weit sichtbar orangenen Tischdecken versehen waren, präsentiert werden. Auf eine gepackte Kiste mit Lebensmitteln wurde wegen des angesagten schwülen Wetters verzichtet. Schnell fanden Martina, Christiane und Monika Zugang zu den Besucherinnen und Besuchern des Wochenmarktes. Anregende Gespräche konnten geführt werden und auch einige festsitzende Vorurteile immer wieder neu aus dem Weg geräumt werden. Gegen 10.00 Uhr war die erste Hälfte der erstellten Körbchen schon verschenkt, aber der neu erstellte Flyer war bei den Besuchern sehr gefragt. Als dann die Tochter einer Mitarbeiterin Kaffee und Kuchen brachte, wurde erst klar, wie schnell die Zeit vergangen war und wie beanspruchend die Tätigkeit am Stand war. Um 11.00 Uhr kam dann die 2. Gruppe, Hartmut Herrmann, Erika Neuschulz und Rita Warmuth. Auch sie berichteten von gelungenen Gesprächen und guter Stimmung, aber auch von Menschen, die sich fast im Verborgenen sehr wirkungsvoll für die Osteroder Tafel einsetzen. Die Osteroder Tafeläpfel waren schnell an die Besucher verteilt und manche Standbesucher steckten auch etwas in die bereitstehenden Spendendosen. Eine solche Aktion ist immer nur dann zu schaffen, wenn viele mithelfen. Danke an alle, die dabei waren und dafür gesorgt haben, dass der Tag eine so lebendige und positive Darstellung der Osteroder Tafelarbeit ermöglichte.

 

1 111. Ausgabetermin bei der Tafel Osterode

Der erste Kunde bei der 1111. Ausgabe


Seit nunmehr 7 Jahre arbeitet das Team der Osteroder Tafel ehrenamtlich zum Wohl unserer bedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Bis Duderstadt erstreckt sich das Netzwerk der Lebensmittelspenden und der Lebensmittelausgaben. Obwohl in letzter Zeit auch Kritik an der Tafelarbeit laut wird, Kritik die sich daran ausrichtet, dass durch die Tafelarbeit den Kunden Reize zur Selbsttätigkeit genommen werden, bleibt die Tatsache bestehen, dass immer mehr Menschen schuldlos sich der Armutsgrenze nähern. Es ist ein Versagen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene, wenn keine Wege geschaffen werden, Menschen aus der Abwärtsspirale zu helfen. Die Tafel hilft, sie ist nicht politisch tätig. Dabei unterstützt sie Menschen, deren Bedürftigkeit offiziell festgestellt wurde. Ihre Hilfe ist Dienst am Nächsten. Darüber hinaus setzt sie ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität, indem sie in großen Mengen Lebensmittel weitergibt, die sonst weggeworfen werden würden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind stolz, dort zu helfen, wo es nötig ist.

 

Immer das Gleiche…

Eine Freitagsgruppe, die einfach nur hilft


Als niedersächsische Bürgerin schaue ich mir regelmäßig die 19.30 Uhr–Sendung des NDR im Fernsehen an. Am Freitagabend kam ein Bericht über die Tafeln allgemein, dargestellt am Beispiel der Hildesheimer Tafel. Und, natürlich, der immergleiche Vorwurf, die Tafelarbeit bringe die Menschen dazu, sich in ihrer Situation zurechtzufinden und sich darin gut einzurichten. Es schwingt immer ein Tonfall mit, dass die Tafelkunden sich eigentlich mal selber darum kümmern könnten, ihre Lebenssituation zu verbessern. In der Sendung wurden Argumente ausgetauscht, der Leiter der Hildesheimer Tafel gehört und ein Professor, der die Tafelarbeit stark verteidigte, befragt. Insgesamt ein positiver Bericht über Tafelarbeit, aber es bleibt ein Beigeschmack. Warum muss ich mich verteidigen, wenn ich ohne persönlichen Gewinn etwas für andere Menschen tue, denen es schlechter geht als mir? Warum muss ich verteidigen, dass wir durch unsere Arbeit zig Tonnen genießbare Lebensmittel nicht in die Mülltonne wandern lassen, sondern sie bedürftigen Menschen zukommen lassen? Die Bedürftigkeit wird staatlicherseits anerkannt, wir sind keine Detektive, die eine amtliche Bescheinigung noch einmal überprüfen, wir sind auch keine Pädagogen, die andere erziehen wollen. Bei all diesen Gedanken kommt mir etwas anderes in den Sinn: begeistert feiern wir im Herbst mit leuchtenden Laternen das Martinsfest. Was erzählen wir unseren Kindern seit Generationen? Martin hat seinen Mantel im kalten Winter mit einem Bettler geteilt. Er hat nicht gefragt, ob dieser bereits beim Arbeitsamt vorstellig war, wie oft er sich um seine Stelle bemüht hat und dergleichen mehr. Er hat in der Not geholfen, wobei heute Not anders aussieht. Helfen fragt nicht, warum geholfen werden soll. Das ist Aufgabe des Staates, seiner Politik und seinem sozialen Konzept. Es ist auch Aufgabe des Staates, es Menschen zu ermöglichen, aus einer Abwärtsspirale herauszukommen. Wie sagte der Leiter der Hildesheimer Tafel: „Warum ist es nicht möglich, bezahlte Bürgerarbeit anzubieten und sie einzufordern, damit die Spirale der Hoffnungslosigkeit nicht wieder an die nächste Generation weitergegeben wird?“ Bleiben wir bei unserem Engagement, und lassen wir uns nicht durch immer wieder das Gleiche von unserer wertvollen Arbeit abhalten.

 

Fünf Jahre Tafelarbeit in Herzberg am Harz

5 Jahre Tafelarbeit galt es in Herzberg zu feiern. Cordula Gaebel, Dr. Gisa Schäfer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten zu einer kleinen Feierstunde mit Gästen aus Kirchen und Politik eingeladen. In ihrer Begrüßungsansprache sagte Frau Gaebel:


„Auf ein kleines Jubiläum wollen wir heute anstoßen. 5 Jahre Tafel in Herzberg. Das klingt gar nicht so viel, aber 5 x 52 Wochen und in jeder 2 x Di. und Fr. Lebensmittelausgabe, das sind 520 Ausgabetage. Die anfängliche Zahl mit ca. 20 fertig gepackten Lebensmittelkisten, die zwei ehrenamtliche Fahrer mit privat Pkw ’s aus Osterode in das Martin-Luther Haus holten, stieg schnell auf 40, 60, 70, 80 und über 90 , sodass das Bringen nur mit dem Osteroder Lieferwagen bewältigt werden konnte.


Momentan hat sich die Zahl der bedürftigen Haushalte auf 80 eingependelt, d.h. es werden pro Ausgabe ca. 45-50 Kisten benötigt. Im Schnitt verteilten wir bei den 520 Ausgabeterminen ca. 70 Kisten also insgesamt 36 400. Wenn wir jetzt noch die Personenanzahl mit im Schnitt 2,5 angeben, wären wir bei 91 000 gesättigten Personen. Eine abgegebene Kiste hat ein Gewicht von ca.11 kg, sodass nur für Herzberg über 400 000 kg Lebensmittel, die zum größten Teil im Müll gelandet wären, transportiert wurden.


Wir danken nochmals allen Mitarbeitern und Fahrern aus Osterode, die für uns die 400 t Lebensmittel eingesammelt, verpackt und verfrachtet haben – und unseren Mitarbeitern, die diese Tonnen zur Ausgabe, als morgendliche Sportaktivität ins MLH geschleppt haben, nach unserem Motto: „Ob‘ s stürmt oder schneit, allzeit sind wir bereit!“

Es folgten die Ansprachen von Pastor Dormann und Bürgermeister Walter. Während Herr Dormann das Wort Diakonie auf seinen Ursprung als Tischdiener zurückführte, lobte der Bürgermeister in seiner Ansprache das Engagement und die Energie, die dazu nötig sind, 5 Jahre lang eine solche Institution am Leben zu erhalten und er sprach seinen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Er wies auch auf die Unterstützung der Dr. Frössel Stiftung für die Tafel hin. Gleichzeitig bat er um Meldung von einzelnen Personen für die Ehrung ehrenamtlich tätiger Personen beim Empfang der Stadt Herzberg. Hartmut Herrmann als Vorsitzender der Osteroder Tafel machte in seinem Vortrag deutlich, welche Menschen die Hilfe der Tafel in Anspruch nehmen, so dass sich alle ein Bild von der Situation machen konnten. Beendet wurde der offizielle Teil von einer kurzen Ansprache von Gisa Schäfer, die auch kritische Punkte, wie z.B. die Entsorgung der LM in Mülleimern, ansprach. Danach wurde das Büffet eröffnet und es schlossen sich angenehme Gespräche an. Danke an die Gastgeberinnen!

 

Sommerfest der Osteroder Tafel

Bei der Tafel gehört der Grill den Frauen!


Die Arbeit der Osteroder Tafel wirkt mittlerweile in vielen Gemeinden in der Region. So ist es immer für alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Freude, sich zum gemeinsamen Feiern zusammen-zufinden. Dieses Zusammenfinden bietet sich während des Jahresverlaufs beim Sommerfest und beim festlichen Abend im Advent. Am Dienstag war nun zum Sommerfest in den Garten des Osteroder Tafelhauses in der Abgunst geladen. Über 40 Mitarbeiter und Ehrenamtliche hatten sich zum Sommergrillen im Hof des Hauses eingefunden. Bei Grillwürsten und Steaks, die alle von der Fleischerei Koithahn gespendet wurden, konnte das Fest von Christiane Oestern in Vertretung für den erkrankten Vorsitzenden Dr. Herrmann eröffnet werden. Sie bedankte sich bei allen Helfern und Essensspendern und wünschte dem Fest einen guten Verlauf. Und so war es dann auch: viele gute Gespräche, ernsthafte und fröhliche Unterhaltungen, herzliches Lachen, schmackhaftes Essen und eine gute Atmosphäre prägten den Abend. Dieses Zusammenkommen bietet auch immer die Möglichkeit, Gleichgesinnte aus anderen Orten kennenzulernen. Es war angenehm, sich ohne Verpflichtungen in geselliger Runde zu treffen und einmal nicht arbeitsbezogene Themen zu besprechen. Dank an alle, die dieses Fest ermöglichten.

 

Katalanisches Ehrenwort

Es ist schon eine besondere Beziehung zwischen den Damen des Ausgabeteams in Osterode und den Kundinnen und Kunden. Seit nunmehr 8 Jahren arbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen bei der Ausgabe der Lebensmittel an drei Tagen in der Woche. Dabei greift das Wort Ausgabe viel zu kurz, denn es ist mehr, was da geschieht. Nach 8 Jahren Kundenbetreuung kennt man sich, man kennt die Familien, man weiß um die besonderen Umstände, um Geburtstage, Geburten, Todesfälle, Krankheiten oder besondere Ereignisse wie z.B. Einschulungen der Kinder oder große Familienfeiern. Bei so viel Nähe freut es die Frauen auch, wenn ein Kunde oder eine Kundin sich bei ihnen bedankt und zum Ausdruck bringt, dass das Engagement des Teams nicht selbstverständlich ist. So freuten sich die Frauen und Bernd Schneider als am letzten Mittwoch Joaquin Brugoalos sein Versprechen wahr machte und eine selbstgemachte spanische Tortilla mitbrachte und die Frauen verköstigen ließ. Nachdem er es ein paarmal versprochen hatte und durch diverse Hindernisse nie dazu kam, legte er vorige Woche ein „großes katalanisches Ehrenwort“ ab, die Tortilla vorbeizubringen. Und, genau wie Herr Brugoalas es versprach, brachte er die Tortilla aus Kartoffeln, Eiern, Gemüse und all i oli mit, denn ein katalanisches Ehrenwort kann nur durch wirklich große unvorhergesehene Ereignisse gebrochen werden. Dass die Tortilla schmeckte, war klar! Denn das Besondere war die all i oli, die Herr Brugoalos nach dem Originalrezept seiner Großmutter machte. Diese Knoblauchsoße wird noch von Hand in einem Mörser hergestellt und gibt der Tortilla den unvergleichlichen katalanischen Geschmack.

 

Behindertengerechter Zugang dank großzügiger Spende

Die Probe hat schon mal geklappt

 

Seitdem die Osteroder Tafel das Haus in der Abgunst bezogen hat, war er nicht notwendig: der behindertengerechte Zugang zur Ausgabe der Lebensmittel. Seit geraumer Zeit stellt sich aber eine Situation dar, in der eine Lösung für Rollstuhlfahrer gefunden werden musste. Da das Haus unter Denkmalschutz steht, ist es immer schwierig, bauliche Veränderungen vorzunehmen. Aber mit Hilfe der Harz- Weser Werkstätten bot sich die Lösung an, mit Schienen einen Zugang zu ermöglichen. Mit diesen Schienen wurde auch die Arbeit der Männer und Frauen erleichtert, die große Mengen von Kisten und Lebensmittelbehältern in die Küche bringen mussten. Mittels dieser Schienen können die Transportwagen hochgeschoben werden, so dass das einzelne Herein- und Heraustragen entfällt. Als nun diese Schienen Premiere mit den Kunden haben sollte, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, offenbarte sich ein neues Problem: manche Rollstühle sind so gebaut, dass sie auf gleichmäßig laufenden Schienen nicht hochgeschoben werden können. Hier war guter Rat teuer, aber Herr Schönfelder vom Sanitätshaus Sturm hatte die Lösung: er schenkte der Tafel einen standardisierten Rollstuhl, so dass jetzt jeder, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, vor der Tür umsteigen kann und dann mit dem Tafel-Rollstuhl zur Ausgabe oder zum Mittagstisch fahren kann. So wird gewährleistet, dass auch ein Mensch mit Behinderungen sich seine Lebensmittel aussuchen kann und auch einen kleinen Schwatz mit den Frauen vom Ausgabeteam oder mit den andern Wartenden halten kann. Die Tafel bedankt sich bei Herrn Schönfelder, der keine halbe Stunde benötigte, um sich für die Schenkung eines Rollstuhls zu entscheiden und somit seine Wertschätzung für die Tafelarbeit unter Beweis stellte.

 

Neuer Beirat der Tafel Osterode

Der neue Beirat der Osteroder Tafel. Von links nach rechts: Frau Oestern, Tafel Osterode, Herr Dannenberg, Harz-Weser Werkstätten, Frau Gaebel, Tafel Osterode, Frau Mende, Diakonie, Frau Birtel, Tafel Osterode, Herr Gömann, Sparkasse Osterode, Herr Koch, Lionsclub, Dr. Herrmann, Tafel Osterode. Auf dem Bild fehlt Herr Schneider, Tafel Osterode.

Die Arbeit der Tafeln in Deutschland wird nach den Veröffentlichungen neuer Zahlen immer wichtiger. 1,5 Millionen Menschen nehmen deutschlandweit die Dienste der Tafeln in Anspruch. Dabei schaut die Öffentlichkeit kritisch auf die Bemühungen und es ist wichtig, die Arbeit in ihrer Bedeutung für das soziale Klima im Land klar darzustellen. So ist es nach Meinung der Osteroder Tafel geboten, einen Beirat, der nicht in der Satzung vorgeschrieben ist, einzurichten. Dabei verfolgt der Vorstand zwei Ziele: Bei wichtigen Entscheidungen sollen diejenigen, die von den Entscheidungen betroffen sind, an der Vorbereitung beteiligt werden. Das setzt voraus, dass im Beirat Mitglieder aus den eigenen Reihen arbeiten. Darüber hinaus will sich der Vorstand von Außenstehenden, die nüchtern, aber wohlwollend auf die Tafelarbeit schauen, helfen lassen, einen guten Weg zu gehen. Personen zu finden, die ein solches ehrenamtliches Engagement annehmen und aktiv mit Leben erfüllen, ist nicht immer einfach und so freut sich der Vorstand, dass sich nunmehr ein Beirat konstituieren konnte, der sich diesen Aufgaben stellt.

 

Ernte Dank-Aufruf der Osteroder Tafel wurde gehört

Nach einer Meldung der Tafel Deutschland nutzen zur Zeit 1,5 Millionen Menschen die Angebote der regionalen Tafeln. Das ist eine große Zahl, eine viel zu große Zahl für ein reiches Land wie Deutschland. Und 1,5 Millionen Menschen legen Zeugnis davon ab, dass das soziale Gleichgewicht in Deutschland wankt. Es gibt kritische Stimmen zur Tafelarbeit, aber die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger reagiert positiv, wenn man die Tafelarbeit näher betrachtet und unvoreingenommen die Bemühungen der Tafel wertet. Ein Beleg dafür ist, wie in den vergangenen Jahren auch, die Reaktion auf den Aufruf der Tafel zu Spenden anlässlich des Erntedankfestes. Über 20 Kirchengemeinden aus der Region riefen ihre Mitglieder zu Spenden auf und das Ergebnis kann sich sehen lassen: haltbare Waren, wie Zucker, Kaffee, Mehl und und und… und auch Geldspenden aus Kollekten, die für die Tafelarbeit unerlässlich sind, kamen zusammen. Die Fahrer der Osteroder Tafel hatten lange zu tun, um die gespendeten Lebensmittel einzusammeln, sie in die Abgunst zu bringen, wo sie fachmännisch gelagert werden und das Angebot der Tafel auch in klammen Zeiten sichern. Die Osteroder Tafel bedankt sich bei allen, die sich um die Organisation gekümmert haben und bei den vielen Spendern aus der Region, die ihren Beitrag zur wichtigen Tafelarbeit leisteten. Danke!

Anneliese Glogner mit den Spenden der Kreuzkirchengemeinde

 

Private Spenden sind sehr willkommen!

Die Fahrer freuten sich über einen erntefrischen Apfel

 

Tafelarbeit lebt vom ehrenamtlichen Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger und von Spenden sowohl aus Lebensmittelgeschäften als auch von Privatleuten. Das können Geld- oder Sachspenden sein. Im Spätsommer oder im Frühherbst spenden viele Menschen die Früchte aus ihren Gärten, die sie selbst nicht verwerten können, die aber zu schade sind, um an den Bäumen oder Sträuchern zu verderben. So sah das auch Frau Washausen, die im Garten Obstbäume stehen hat, die in diesem Jahr einen guten Ertrag lieferten. Da sie ehrenamtlich bei der Tafel tätig ist, lag es auch auf der Hand, dass sie die Früchte für die Tafelarbeit spendete. Die Mitarbeiter konnten einige Kisten schmackhafter und lagerbarer Äpfel mitnehmen und sie für die Tafelausgabe bereitstellen. Die Tafel freut sich sehr darüber und nimmt gerne auch andere Spenden an. Wir müssen nur darauf hinweisen, dass die Tafelmitarbeiter nicht die Zeit haben, die Früchte selbst zu ernten.

 

Tafel, deck dich

Der Kurs 10 / 13 der Krankenpflegeschule Herzberg

 

Im Rahmen des Unterrichtsthemas „Sozial schwach gestellte Menschen“ haben wir, die Gesundheits- und Krankenpflegerschüler des Kurses 10/13 der Klinken Herzberg und Osterode GmbH, die Osteroder Tafel e. V. besucht.

 

Wir wurden freundlich von zwei Mitarbeiterinnen begrüßt, die uns darüber aufgeklärt haben, dass im Landkreis Osterode ca. 5000 Bedürftige bei der Tafel registriert sind. Es war für uns interessant zu erfahren wie die Lebensmittel z.B. Backwaren, Obst, Gemüse, Milchprodukte und Fleisch- und Wurstwaren vom Sponsor zum Bedürftigen gelangen.

 

Wöchentlich werden 4 Tonnen Lebensmittel zur Tafel geliefert und von 21 Mitarbeitern kontrolliert, sortiert, verpackt und ausgegeben. Dabei wird stets darauf geachtet, dass die Hygienevorschriften eingehalten und die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

 

Jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 16 Uhr ist Ausgabe, das heißt es werden Kisten mit verschiedenen Lebensmitteln verpackt und für eine Anerkennungsgebühr von 3 Euro an die Bedürftigen ausgegeben. Die Berechtigung dafür die Hilfe der Tafel anzunehmen, sind Menschen die an der Armutsgrenze leben und einen Sozialhilfebescheid haben. Unter anderem findet auch 2-mal pro Woche der Mittagstisch statt, wo Alleinstehende und ältere Menschen die Möglichkeit haben sich an einen liebevoll gedeckten Tisch zusammenzufinden und eine warme Mahlzeit zu genießen. Dieses Mittagessen wird von verschiedenen Einrichtungen gesponsert. Besonders stolz waren wir, als wir erfuhren, dass ein Sponsor davon die Kliniken Herzberg und Osterode GmbH ist.

 

Trotz der vielen Sponsoren ist die Osteroder Tafel e. V. über jede Geld -und Lebensmittelspende dankbar.

 

Auch Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten werden gerne angenommen.

 

Martinswichteln ein voller Erfolg

Die Sorge war schon da: Wird die Wichtelaktion der Tafel, die im vergangenen Jahr bei den Besuchern des Martinsmarktes sehr gut angenommen wurde, wieder ein Erfolg? Schon viele Wochen lang packten eifrige Hände ca. 450 kleine Wichtelpakete für Jung und Alt. Sie waren gefüllt mit kleinen Aufmerksamkeiten, die der Tafel als Spenden übergeben wurden. Am Samstag und Sonntag präsentierten Mitarbeiterinnen der Tafel diese Wichtelpakete während des diesjährigen Martinsmarktes in der Stadthalle Osterode. Groß war die Freude, als klar wurde, dass die Wichtelaktion wieder ein Besuchermagnet war. Waren es am Samstag Abend schon gut 250 Pakete, die von den Besuchern des Marktes mit nach Hause genommen wurden, konnten die Mitarbeiterinnen der Tafel am Sonntag schon gegen 15.00 Uhr den Ausverkauf melden. Der Erlös dieser Aktion kommt voll und ganz der Osteroder Tafel zugute. Bei den Kosten für Benzin, Strom und anderen täglich anfallenden Ausgaben freut sich die Tafel über eine solche finanzielle Zuwendung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Osteroder Tafel bedanken sich bei allen Besucherinnen und Besuchern des Martinsmarktes und hoffen, dass die kleinen Wichtelgeschenke immer auch einen richtigen Adressaten gefunden haben. Bis zum nächsten Jahr!

 

Fisch für die Osteroder Tafel


In der letzten Ausgabe des Kornmagazins wurde folgender Artikel veröffentlicht:

Osterode. Kevin Langhammer (Fisch-Langhammer), seit etlichen Jahren mit seinem Fischwagen auf dem Wochenmarkt vertreten, zählt zu den besonders treuen Unterstützern der Osteroder Tafel e.V. Seit annähernd drei Jahren überlässt er der Tafel an jedem Samstag nach Marktschluss überzähligen Frisch- und Räucherfisch zur Weitergabe an Bedürftige. Bis heute ein Warenwert von etwa 8000 Euro, so Kevin Langhammers Schätzung. Schatzmeisterin Karin Christiane Ostern dankte ausdrücklich für seine honorige Unterstützung, zumal Kevin Langhammer der einzige Fischhändler sei, der seine nicht verkaufte Ware der Osteroder Tafel spendet.

 

Eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Stiftung Osteroder Tafel

Was für ein Abend!

 

Geboren wurde die Idee bei der letzten Vollversammlung der Tafel: die Idee, mit einer Charity-Veranstaltung Geld für die Tafelarbeit zu sammeln. Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es dann doch etwas länger, aber zu guter Letzt wurde alles ein großer Erfolg. Ein Erfolg auch deswegen, weil die BBS II Osterode am Harz als Partner dieser Veranstaltung den größten Teil des Arbeitsaufwandes meisterte. Ein Abend sollte es sein mit einem Vier – Gänge Menü und einem musischen Begleitprogramm, das pro Teilnehmer 60,00 € kostete. Das Team Gastronomie unter Leitung von Studiendirektorin Doris Kerl sah in der Durchführung einer solchen Veranstaltung die Möglichkeit, Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr eine Unterrichtssituation zu bieten: eine Unterrichtssituation, die von ihnen viel abverlangte, galt es doch eine Gästezahl von 48 Personen während eines Abends zu begleiten bzw. für sie zu kochen. Heinz Mahlmann, zuständig für die Auszubildenden im Bereich Gastronomie plante mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Fachtheorie und der Fachpraxis die Benefizveranstaltung zu Gunsten der Tafel. Larissa Ostwald und Franziska Schulz, Auszubildende schrieben dazu:…. „Im Vorfeld wurden Speisen ausgewählt, Cocktails zusammengestellt, Blumengestecke angefertigt, Wein verkostet und schließlich Einladungen verschickt.

 

Zum Verlauf des Abends schrieben sie: „Nach einem Cocktailempfang im Foyer wurden die Gäste in das schuleigene Restaurant „ToBe“ begleitet. Dort erwartete Sie ein 4-Gänge Menü, welches von den angehenden Köchen der Abschlussklasse zubereitet wurde. ……Doch das Highlight kam zum Schluss:. Zum Dessert flambierten die zukünftigen Hotel- und Restaurantfachleute saisonale Früchte direkt an den Tischen der Gäste. Diese Veranstaltung diente den Schülern als Vorbereitung für die kommende Abschlussprüfung.“

 

Aber nicht nur, was das Team Gastronomie bot, war erstklassig: auch die Theater – AG der BBS II Osterode unter Leitung von Anne Barz zeigte schon beim bunten Cocktail Empfang, was sie vorbereitet hatte: Noch nie in ihrem 12-jährigen Bestehen wurde die Schultreppe in der Leege so graziös betanzt und so professionell besungen: Jaqueline Borchert als Dolly aus dem gleichnamigen Musical begrüßte zusammen mit der Musical – AG und ihrem Gesangspartner, die vom Team Friseurtechnik fantasievoll gestylt wurden, die Gäste mit einem begeisternden „Hello Dolly“ und stimmte so auf den Abend ein. Nachdem die Gäste im Restaurant der Schule Platz genommen hatten, präsentierten alle Mitwirkenden des Abends ein Feuerwerk gelungener Aktionen: ein Menü der Spitzenklasse, ein musisches Beiprogramm, das den Abend viel zu schnell vorbeigehen ließ und eine Atmosphäre, die viele Gäste dazu veranlasste, nach dem Termin für die nächste Veranstaltung zu fragen. In seiner Begrüßung stellte Schulleiter und Gastgeber Dr. Wehmeyer, orientiert an Zitaten von Mutter Theresa, den Wert und die Bedeutung karitativer Arbeit heraus. Für die Stiftung Osteroder Tafel begrüßte Dr. Wahle die Gäste und bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die diesen Abend ermöglicht hatten. Ebenso sprach Dr. Herrmann als Vorsitzender der Tafel am Ende der Veranstaltung allen Mitwirkenden seinen Dank aus. Dadurch, dass alle Lebensmittel mit Ausnahme der Weine gesponsert wurden, konnte die Stiftung Osteroder Tafel einen ansehnlichen Betrag erhalten. Alle Akteure dieses Abends verdienen einen großen Dank.

 

Tafel Osterode bittet um Hilfe

Viele Weihnachtspakete gilt es zu füllen

 

Seit nunmehr acht Jahren werden bei der Tafel Osterode in der Vorweihnachtszeit zusätzliche Lebensmittelpakete gepackt, die aus den eingegangenen Spenden bestückt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beginnen zur Zeit, diese Pakete mit Grundnahrungsmitteln zu bestücken: Mehl, Zucker, Backmittel, Erbsen, Reis usw.. Es ist genügend vorhanden, so dass die fast 400 Pakete rechtzeitig fertig sein werden. Aber dieses Jahr können die Mitarbeiter zum ersten Mal ein Produkt nicht mit einpacken. Es fehlt das Pfund Kaffee, das als besondere Zugabe meistens in die Pakete gelegt wurde. Da in diesem Jahr die Kaffeespenden so gering ausgefallen sind, fehlen ca. 350 500 Gramm – Kaffeepackungen. Die Tafel Osterode bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, die ihr eine Kaffeespende zukommen lassen wollen, diese in der Zeit von 9.00 Uhr -12.00 Uhr täglich im Haus der Tafel in der Abgunst abzugeben. Die Marke des Kaffees spielt keine Rolle, nur unbeschädigt muss das Paket sein, sonst kann es nicht mehr abgegeben werden. Der Kaffee muss auch nicht weihnachtlich verpackt sein, denn er wird mit den anderen Lebensmitteln in eine Weihnachtstüte gepackt. Die Tafel würde sich sehr freuen, wenn auch an diesen Weihnachten nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein klein wenig Luxus in den Paketen zu finden wäre.

 

Festlicher Abend im Advent – Die Osteroder Tafel hatte eingeladen


Am Dienstagabend nach dem ersten Adventssonntag trafen sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Osteroder Tafel zu einem „festlichen Abend im Advent“ im Seniorenstift Burgholte in der Schillerstrasse. Eingeladen hatte der Vorstand, und viele Mitglieder, besonders auch aus den Außenstellen im Landkreis und in Duderstadt, waren dieser Einladung gefolgt. Auch der Schirmherr der Osteroder Tafel, Bürgermeister Klaus Becker, ließ es sich nicht nehmen, an diesem schon Tradition gewordenen Abend Gast zu sein. Dr. Herrmann begrüßte zu Beginn die Gäste, bedankte sich bei allen für die geleistete Arbeit und sprach auch seinen Dank den Mitarbeiterinnen des Seniorenwohnheims aus, die für diesen Abend festlich eingedeckt und ein schmackhaftes Buffet gezaubert hatten. Bürgermeister Becker stellte in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung der Tafelarbeit heraus, machte aber auch deutlich, dass es eine politische Aufgabe sei, Menschen in die Situation zu versetzen, die Tafel eigentlich nicht beanspruchen zu müssen. Aber dies ist im Moment eben nicht die Realität und so bleibt die Tafelarbeit ein wichtiger Bestandteil im sozialen Gefüge der Stadt und des Landkreises.

 

Nach den Begrüßungsworten erinnerte Dr. Herrmann, dass in früheren Jahren Hans Grund, Bernd Schneider, Detlef Timme und dann Christiane Oestern für ihren besonderen Einsatz mit der Tafel-Anstecknadel gewürdigt wurden. Dieses Jahr dankte er Monika Birtel für ihre sehr hilfreiche und sowohl nach innen wie nach außen wirkungsvolle Mitarbeit. Besonderer Dank ging auch an Bernd Schneider, weil er nicht nur die Osteroder Ausgabe organisiert und begleitet, sondern auch das gute Miteinander des Ausgabeteams pflegt und fördert. Im Namen des Teams bedankte sich dafür auch Rita Warmuth und übergab ihm ein Präsent. Dann überreichte Dr. Herrmann der großen Runde von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die Tafel-Anstecknadel als Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit und des gemeinsamen Einsatzes für die Tafel. Das Buffet, das anschließend eröffnet wurde, fand große Anerkennung, und nach angeregten zwei Stunden war dieser festliche Abend im Advent für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell vorbei gegangen. Besonders schön waren die Abschiedsworte vieler, die zum Ausdruck brachten, dass sie sich schon auf das sommerliche gemeinsame Grillen freuen.

 

Viele sind eingeladen – zu wenige kommen


Die Tafel Osterode bietet schon seit längerer Zeit einen Mittagstisch für alleinstehende Personen an. Zahlreiche Personen, vor allem ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, leben allein, sind isoliert oder isolieren sich selbst von der Gemeinschaft und leiden darunter. Sie schaffen es nicht, diese Situation selbständig zu ändern. Aus diesem Grund hat die Tafel einen Mittagstisch eingerichtet. Dienstags und donnerstags von 12.00 – 13.30 Uhr für Menschen, die alleinstehend sind und Mühe haben, für sich selbst zu kochen.

 

Das Mittagessen wird von verschiedenen Stellen geliefert und hat bisher noch nie zu einer Kritik oder Beanstandung geführt. Es besteht aus einem gehaltvollen Eintopf oder aus einem Gericht mit Fleisch, Gemüse und Kartoffeln oder Reis. Dazu ein Joghurt und etwas Obst, dann ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee. Dieser Mittagstisch hat betont nicht den Charakter eine Suppenküche, sondern die Tafelmitarbeiter schaffen die Atmosphäre wie in einem kleinen Restaurants mit aufmerksamer und liebevoller Zuwendung.


Seltsam ist nur, dass viel weniger Personen als möglich dieses Angebot annehmen. Dabei fühlen sich die Gäste stets wohl und es herrscht eine freundliche und entspannte Atmosphäre. Sicher gibt es viel mehr Menschen, die gerne aus ihrer Isolation für ein paar Stunden herauskommen möchten, den Weg in die Abgunst, in das Haus der Osteroder Tafel aber nicht schaffen oder scheuen. Die Osteroder Tafel bittet die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, hinzuschauen, ob vielleicht eine Nachbarin, ein Nachbar oder eine Bekannte, ein Bekannter mit diesem Angebot etwas anfangen könnte. Wer einmal den Weg geschafft hat, kommt sicher wieder. Die Mitarbeiterinnen des Mittagstisches würden sich freuen, viele berechtigte Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Mittagstisch begrüßen zu dürfen. Den ersten Schritt wagen, heißt, mit netten Menschen in guter Umgebung ein gutes Mittagessen genießen zu können und zwei Mal die Woche nicht alleine essen zu müssen. Dann heißt es hoffentlich: „Viele sind eingeladen – viele kommen und erleben zusammen Gemeinschaft!“

 

Die Bitte um Kaffeespenden war ein voller Erfolg

Vor einigen Wochen bat die Tafel Osterode um Kaffeespenden für ihre Weihnachtspakete. Die Resonanz war beeindruckend. Über 300 Kaffeepakete wurden bei der Tafel abgegeben, manchmal anonym, manchmal von Schulklassen, häufig von Privatpersonen. Damit konnten die 400 Weihnachtspakete so gepackt werden, wie sich die Tafelmitarbeiterinnen und -mitarbeiter es sich wünschten, nämlich mit Lebensmitteln, die sonst in der Tafel kaum verfügbar sind. Die Bestückung der Weihnachtspakete wurde auch von der Sparkasse Duderstadt sowie von der Volksbank im Harz kräftig gefördert. Sehr begehrt sind stets Süßigkeiten, hier hat die Kreiswohnungsbau Osterode mit einer umfangreichen Spende ihren Teil dazu getan. Zusätzlich zu der Ausgabe der Weihnachtspakete gibt die Tafel einmalig gut erhaltenes Spielzeug aus, das von RTL 2 zur Verfügung gestellt wird, sowie Schuh- und Bekleidungsgutscheine, die durch den Erlös aus dem Verkauf des Lions – Kalender möglich wurden – im Gesamtwert von mehr als 10.000,- Euro. Besonders stolz ist die Tafel auf die Ausgabe von 250 Kochbüchern, in denen preiswerte und leicht nachvollziehbare Rezepte aufgelistet sind. Diese Bücher wurden von der Sparkasse Osterode am Harz erheblich mit finanziert. Insgesamt konnte die Tafel Osterode ihren Kunden im Landkreis und in Duderstadt auf diese Art wirksam helfen. Die Tafel bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern und wird im Jahr 2013 ihre Arbeit mit Engagement und Weitsicht fortführen.

Die Spenden für die Geschenktüten zu Weihnachten kamen von:

  • Kreiswohnbau: Süßwaren
  • Sparkasse Duderstadt: Geldspende für Kaffee
  • Volksbank im Harz: Geldspende für Lebensmittel
  • Sparkasse Osterode: Geldspende für Kochbücher

Die Kaffeespenden durch Aufruf kamen von:

 

Fam. Berger, Fam. Werner, Fam. Westermann, Fam. Wode, Fam Jans (Lerbach), Fam. Lebenau, Fam. Wiese, Fam. Buhrmann, Fam. Hartung, Schule Neustädter Tor, Fam. Popel, Fa. Böttcher, Fam. Heckel, Fam. Spillner, Fam. Fleischer, Fam. Klein, Fam. Hattung, Fam. Hypko, Fam. Wode, Fam. Eulitz, Fam Keilfieß, Fam. Bergmann, Fa. Müller, Fam. Wiegand, Fa. Wolft, Fam. Kabitzke, Fam. Lange, Fam. Bollmann, Fam. Neuse, Fam. Petersen, Fam. Klimopke u.v.a..

 

Weihnachtsgruß

Ob jetzt wirklich Weihnachten ist?

 

Frohe Weihnachten und ein gesegnetes 2013 wünschen wir allen Besucherinnen und Besuchern unserer Homepage. Auch am 24. Dezember fand eine Lebensmittelausgabe statt. Um 16.00 Uhr trafen sich die Frauen und Bernd Schneider um nach getaner Arbeit ihr persönliches Weihnachtsfest zu feiern.

 

Das alte Jahr ist vorbei, willkommen 2013!

Am 31. Dezember 2012 war die letzte Ausgabe bei der Tafel für dieses Jahr. Wie schrieb Bernd Schneider nach dem Ende der Ausgabe: ..“wir sind platt, aber zufrieden!“ Dieser Satz steht für so viele Situationen, die im Laufe eines Jahres entstehen.

 

Erheben wir mit Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Tafelseite, das Glas und stoßen auf ein friedliches, gesundes und zufriedenes Jahr 2013 für uns alle an!