Viel Neues gab es auch im Jahre 2015

1500 Mal Lebensmittelausgabe bei der Tafel in Osterode

Für viele Tafelkundinnen und -Kunden sind sie selbstverständlich: die drei Ausgabetermine pro Woche. Seit nunmehr 10 Jahren stehen Bernd Schneider und sein Ausgabeteam jede Woche bereit, um den Tafelkunden gut gepackte Kisten wertvoller Lebensmittel auszugeben. Lebensmittel, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen oder sogar die Mindesthaltbarkeit überschritten haben. Aber kein Lebensmittel ist verdorben, sie sind alle kontrolliert und von einer geschulten Fachfrau freigegeben. Da kann es schon einmal passieren, dass ein Lebensmittel lange Zeit vom Mindesthaltbarkeitsdatum her abgelaufen ist, aber dennoch unbedenklich zu verzehren ist. Diese Tatsache ist den Kunden manchmal schwer zu vermitteln und es kann auch zu lautstarken Missverständnissen kommen. Aber im großen Ganzen erfahren die Damen der Ausgabe viel Zuspruch. Denn das ist gewiss: ein Besuch bei der Tafelausgabe bietet auch immer eine Möglichkeit sich auszutauschen. Dazu braucht man Menschen, die bereit sind zuzuhören und das sind die Damen vom Ausgabeteam. Wenn am Mittwoch die Ausgabe nun zum 1500. Mal erfolgt und viele Frauen schon seit Beginn der Tafelarbeit in Osterode dabei sind, kann man nur sagen: „Herzlichen Dank an alle, die diese Warenausgaben ermöglichen!“

Einen Tag lang bei der Osteroder Tafel gearbeitet

Schon seit sechs Jahren ist Bürgermeister Klaus Becker Schirmherr der Osteroder Tafel. Immer wieder hat er ein offenes Ohr für die Belange und die Probleme der Einrichtung und zeigt persönliches Engagement. Am Mittwoch, dem 25. März 2015, erlebten er und seine Lebensgefährtin Sabine Künstel einen Arbeitstag mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Tafel. „Wenn ich mitreden und die Sorgen verstehen will, ist es für mich selbstverständlich, sie auch einmal hautnah zu erleben“, so der Bürgermeister. Kurz entschlossen entschieden sich er und Frau Künstel, alle Arbeiten, die an einem Mittwoch anfallen, selbst mitzumachen. Gleich morgens ging es los mit dem Sortieren von Lebensmitteln, dem Umfüllen von großen Gebinden in kleinere Gefäße sowie mit dem Bereitstellen von Lebensmitteln für die Ausgabe. Anfänglich war es für die Tafelmitarbeiter etwas gewöhnungsbedürftig, sich zusammen mit dem Bürgermeister und seiner Lebensgefährtin Hand in Hand den verschiedenen Aufgaben zu widmen. Aber wer Herrn Becker kennt, weiß, dass er solche Hürden spielend meistert, und so stellte sich schnell eine angenehme Arbeitsatmosphäre ein. Auch das Frühstück mit dem Vorstand durfte nicht fehlen, so dass alle Belange angesprochen werden konnten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen standen die Lebensmittelausgabe und damit der direkte Kontakt mit den Tafelkunden auf dem Plan. Frau Künstel und Herr Becker arbeiteten zusammen mit Bernd Schneider und seinem Team. Sie übernahmen die Verteilung der Backwaren und des Gemüses. Hier konnten sich beide von der Bedeutung der Tafelarbeit für die Menschen in der Region überzeugen. Besonders deutlich wurde auch der Stellenwert des sozialen Kontaktes zwischen Tafelmitarbeitern und Kunden. Am Ende des Arbeitstages hatten alle Beteiligten von dem gemeinsamen Miteinander profitiert und Bürgermeister Becker brachte es auf den Punkt: „Gerade in der jetzigen Situation ist es an der Zeit, soziales Engagement nicht nur zu fordern, sondern auch zu leben.“


Hier ist höchste Konzentration erforderlich

Sabine Künstel und Klaus Becker beim Umfüllen von Senf

Sabine Künstel lässt sich von Dr. Hartmut Hermann das Haus der Osteroder Tafel zeigen

Jede Erdbeere wird genauestens unter die Lupe genommen

Nein, der Brokkoli ist nicht mehr genießbar


Sabine Künstel und Klaus Becker lassen sich von Uta Schwarz

die Außen-Kühlanlagen zeigen.

 

Was darf es denn aus dem Kühlschranksortiment sein?
Die Erfüllung der Kundenwünsche war keineswegs einfach. Zum einen war das Angebot sehr umfangreich, zum andern gab es mitunter sprachliche Probleme, die aber von Klaus Becker, wie man sieht, ganz locker gelöst wurden.

Seine Lebensgefährtin Sabine Künstel, hier mit Herta Imhof,

war ihm offensichtlich durchaus ebenbürtig

Mit berechtigtem Stolz auf die geleistete Arbeit:

 

Sabine Künstel, Herta Imhof, Christel Washausen, Gaby Hornig, Bernd Schneider

und der Schirmherr der Osteroder Tafel Klaus Becker

 

Auch der Harzkurier berichtete

 

Auch der "Eseltreiber" brachte einen ausführlichen Bericht.

Vielen Dank dafür!

Eine Woche freiwillig bei der Osteroder Tafel gearbeitet

 

Eigentlich sind jetzt Osterferien.

 

Die haben sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sicherlich verdient.

 

Vier junge Frauen nutzen diese Ferien um sich sozial zu engagieren und Einblicke in die Arbeit der Osteroder Tafel zu erhalten. Lina Haumann, 9. Klasse Hauptschule Neustädter Tor, Laura Klapproth, Anna-Lena Preuß und Jennifer Sydekum, alle 12. Klasse Gymnasium BBS I, Bereich Gesundheit und Soziales, arbeiten während der Karwoche bei der Tafel, wo sie jeden Morgen bei dem Sortieren der Lebensmittel und dem Bepacken der Lebensmittelkisten für die Ausgabe helfen. Dabei werden sie von unterschiedlichen Motive geleitet. Lina möchte Einblicke in die soziale Arbeit erhalten, denn sie kann sich vorstellen, sich für einen sozialen Beruf zu entscheiden. Die drei Schülerinnen des Gymnasiums erarbeiten momentan mit ihrem Lehrer Arne Warmuth den Unterrichtsschwerpunkt „Unterstützung für Flüchtlinge“ und hier im Besonderen den Bereich „Ehrenamtliche Helfer“. Ihre Erfahrungen werden sie in einem Projektbericht festhalten und der Klasse vorstellen. Die Tafel freut sich besonders, dass vier junge engagierte Frauen während der Karwoche und am Karsamstag, eine Zeit, die naturgemäß personell nicht einfach zu besetzen ist, ehrenamtlich zupacken. Dabei ist ihnen, nach Aussage der Hauswirtschaftsleiterin Uta Schwarz, keine Arbeit zu viel oder zu unangenehm. Für Menschen, die ernsthaft an ehrenamtlichem Engagement interessiert sind, ist die Tafel in Osterode ein wichtiger Ansprechpartner.


Danke an Lina, Laura, Anna-Lena

und Jennifer.

 

Lina Haumann sorgt tatkräftig

für den Nachschub


Osterzeit

Auch wenn sich das Wetter momentan alles andere als freundlich zeigt, hat es doch keine Auswirkung auf die Stimmung bei der Tafel. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind motiviert, denn auch sie sehen auf dem Tafelgelände, dass die die Natur uns ankündigt: „Der Frühling naht!“ Wie in den vergangenen Jahren bieten wir an Karsamstag, dem 4. April 2015, unseren Kunden wie gewohnt eine Lebensmittelausgabe zwischen 14.00 Uhr und 15.30 Uhr an. Besonders freut es uns, dass drei Schülerinnen der BBS I Osterode eine Ferienwoche lang für die Tafel arbeiten und auch am Karsamstagvormittag bei der Vorbereitung der Ausgabe dabei sind. Mit den schön bemalten Ostereiern von Uta Herrmann sagen wir allen Besuchern unserer Homepage „Frohe Ostertage“.

 

Die Osteroder Tafel bedankt sich ganz herzlich

 

bei der Kreiswohnungsbaugesellschaft Osterode am Harz

für die großzügigen Osterüberraschungen für unsere jüngsten Kunden, die durch unseren Schirmherrn Herrn Bürgermeister Becker vermittelt wurden. Neben den obligatorischen großen und kleinen Hasen und Eiern aus leckerer Schokolade gab es eine Menge anderer Süßigkeiten.

 

Welches Kinderherz schlägt nicht höher, wenn die kleinen Finger die Leckereien endlich ausgepackt und in den Mund verfrachtet haben und dann: „Mmmh, das schmeckt gut!“?

 

Ein Beitrag der Bad Lauterberger Ausgabestelle der Osteroder Tafel e. V.

Eine schöne Abwechslung vom Schulalltag

 

Der zwölfjährige Steven Stranski, Schüler der Realschule auf dem Röddenberg war am 23. April 2015 als Praktikant bei der Osteroder Tafel, genauer gesagt bei der „Transportabteilung“. Es war ganz bestimmt ein besonderes Erlebnis, in dem Transporter als Beifahrer zu sitzen und dem Verkehrsgeschehen aus herausgehobener Position zuzusehen. Aber natürlich mussten die schweren Kisten mit den Lebensmitteln in das Fahrzeug hinein- und wieder herausgetragen werden. Da musste er schon kräftig zupacken! Auch die Reinigung und die Pflege des Transporters waren für den jungen Mann eine große Herausforderung, die er, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Osteroder Tafel einhellig betonten, bravourös gemeistert hat. Steven, wir danken Dir und Du bist uns jederzeit herzlich willkommen!

Vater und Sohn


Gute Stimmung beim Frühjahrskonzert.

 

Das Konzept, ein Herbst- und ein Frühjahrskonzert im Flecken Gieboldehausen anzubieten, damit einen Beitrag zu den Räumlichkeiten zu leisten, geht auf und bringt die Musikinteressierten der Umgebung zusammen. So konnte die Gitarren- und Gesangsgruppe Saitenklang (mit acht Musikern) die Gäste von Anfang an begeistern. Den ersten Teil mit bekannten Frühlingsliedern konnte jeder mitsingen und der flotte Rhythmus ließ manch einem mitschwingen. Danach konnten Marike Webel und ihre Geigenschülerin Anna überzeugen. Für Anna aus Hattorf war es der erste Auftritt vor großem Publikum, der mit Applaus reichlich belohnt wurde. Ein Ziel von der Vorbereitungsgruppe des Senioren-Helferkreises ist es, Nachwuchsmusikern eine Bühne zu geben, was uns bei dieser Veranstaltungsreihe auch immer gelungen ist. Gerne werden Angebote beim Mitveranstalter, der ev. Gustav-Adolf Kirchengemeinde, entgegen genommen.

Den zweiten Konzertteil leitet eine Geschichte.

 

Die Lesepatin im Familienzentrum Steffi Rieche konnte die Besucher uns mit der spannenden Geschichte „Singende Bäume“ begeistern. Mucksmäuschenstill ist es immer, wenn sie liest. Dann kam der grandiose Soloauftritt von Abiturientin Marike Webel und die 20 Minuten Klassik verzauberten die Gäste, welche die Elbingeröderin mit kräftigem Applaus belohnten. Zum Abschluss gab es ein Feuerwerk quer durch die Schlagerwelt, wo sich jeder wieder gefunden hat. Nach dem Musikgenuss wurde zur Begegnung mit Abendessen in das Regenbogenhaus eingeladen. Bei Natursäften, frischem Leberkäse und gespendeten Salaten wurde der schöne Nachmittag abgerundet. Mit der Veranstaltung konnte wiederum ein Betrag von 30 € zweckgebunden für den zu ersetzenden Klein LKW der Osteroder Tafel e.V. übergeben werden.

Gitarren- und Gesangsgruppe Saitenklang

Anna und Marike Webel

Steffi Rieche

 


Gitarren- und Gesangsgruppe Saitenklang

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Beteiligten für das wundervolle Frühjahrskonzert!

 

Und den Betrag für die Osteroder Tafel.

 

Der Bundesverband Deutsche Tafel e. V. gratuliert der Osteroder Tafel e. V. zum zehnjährigen Jubiläum.

 

Auf der Urkunde, die der Vorsitzende der Osteroder Tafel, Herr Dr. Hartmut Herrmann, flankiert auf der linken Seite von der stellvertretender Vorsitzenden Frau Monika Birtel und auf der rechten von der Schatzmeisterin Frau Christiane Oestern, voller Stolz in den Händen hält, steht:

„Einem Anderen geben, was er braucht.

Ein Stück Brot, ein Lächeln, ein offenes Ohr.

JETZT – nicht irgendwann“

Was hinter der Idee der Tafel steht, lässt sich kaum prägnanter formulieren. Das Schöne ist, dass sie tagtäglich von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelebt wird.

Es ist egal, ob es um die tüchtigen, zuverlässigen Menschen der „Transportabteilung“ geht, die bei jedem Wind und Wetter, bei Schnee und Eis, in strömendem Regen oder bitterer Kälte unterwegs sind, um die Lebensmittel von den vielen Märkten und Geschäften abzuholen beziehungsweise an die jeweiligen Ausgabeorte oder Kundinnen und Kunden zu liefern.

Die so vielfältigen Waren von den Märkten und Geschäften werden in der „Kontroll-, Sortier- und Packabteilung“ mit flinken Händen, scharfen Augen und perfektem Geruchssinn auf ihre Qualität hin sorgfältigst geprüft, dann sortiert und in die entsprechenden Regale, Kühlschränke oder Lebensmittelkästen gepackt.

Auch die Ausgabeteams, die direkten Kontakt zu den Kundinnen und Kunden haben, versuchen nach besten Kräften, den so vielfältigen und unterschiedlichen Wünschen gerecht zu werden. Es ist oftmals eine schwierige Gratwanderung zwischen Angebot und Nachfrage, die mit viel Geduld und Geschick absolviert wird. Hinzu kommen sprachliche und kulturelle Probleme, die mit Hilfe von Gesten, einem freundlichen Lächeln und Unterstützung anderer erfolgreich gelöst werden.

Entsprechendes gilt auch für den Mittagstisch, wo dann auch mal Zeit genug bleibt für ein kleines Schwätzchen. Schließlich sollen sich die Kundinnen und Kunden, die es oft ganz bestimmt nicht leicht haben, ein bisschen wie zu Hause fühlen.

An ein wenig Bürokratie und Organisation kommt man natürlich nicht vorbei. Die Kundinnen und Kunden merken sie kaum und das beweist, dass die Menschen in dieser Abteilung höchst effizient am Werke sind.

So gibt es denn auch viele positive Äußerungen von unseren Kundinnen und Kunden, die hier auszugsweise und beispielhaft wiedergegeben werden:

  • „Man wird … sehr freundlich empfangen. .. bei der Ausgabe … kann ich mir aussuchen, was ich benötige und habe somit auch die Chance auf ständige Abwechslung. Man hat ein großes Sortiment zur Auswahl, sei es Brot, Obst, Gemüse oder auch Milch- und Fleischprodukte, und so kann ich frei entscheiden was ich an diesen Tag mitnehmen möchte und was ich nicht benötigen kann. Ich … möchte mich … bei dem Team der Tafel herzlich bedanken“.
  • „Von Anfang an wurden wir sehr freundlich und herzlich aufgenommen. In der heutigen Zeit kann es von einem Tag zum anderen vorkommen, dass man sich in ähnlicher Situation befindet und Hilfe wie von der “Tafel” wird mehr denn je notwendiger werden. Für Ihre Freundlichkeit und die Unterstützung möchten wir uns deshalb auf diesem Wege einmal bei Ihnen herzlich bedanken und wünschen Ihnen allen, alles Gute für die Zukunft“.

 

Erfolgreiche Nudel-Challenge

 

St. Martini übergibt gesammelte Lebensmittel für den guten Zweck

 

Duderstadt, 30. April 2015.

 

Vom 15. bis zum 28. April 2015 sammelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patientinnen und Patienten, Angehörige und Besucher im Eingangsbereich des Krankenhauses St. Martini eifrig lang haltbare Lebensmittel, um caritative Organisationen zu unterstützen. Am vergangenen Dienstag konnte Hausoberin Schwester M. Cárola Brun nicht nur rund 650 Packungen lang haltbarer Lebensmittel sondern auch noch 100 kg Nudeln, die von der Firma TransGourmet, einem Dienstleistungspartner des Krankenhauses, gespendet wurden. Vertreterinnen und Vertreter der Caritas Duderstadt mit dem FairKauf-Laden, der Lebensmittelausgabestelle Duderstadt der Osteröder Tafel in Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Servatius und der Mittagstisch der St. Michael-Gemeinde in Göttingen unterstützt vom Malteser Hilfsdienst freuten sich über die umfangreiche Lebensmittelspende.

 

Gerdi Breuksch vom FairKauf-Laden der Caritas zeigt sich begeistert: „Die Menschen werden sich über die Lebensmittelspenden, die wir in den nächsten Tagen verteilen werden, riesig freuen.“ Dagmar Klie von der Lebensmittelausgabestelle Duderstadt im Gemeindehaus der St. Servatius-Gemeinde macht klar: „Unseren rund 70 Duderstädter Familien, die wir unterstützen, wird mit diesen Lebensmitteln gut weitergeholfen.“ Pastorin Christina Abel ergänzt: „Ich freue mich auch darüber, dass über diese tolle Aktion auch das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer in den Blick kommt.“ Eberhard Walter, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Mittagstisch St. Michael in Göttingen, der zusammen mit Eva-Maria Hilgers-Canisius, Ortsbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes, die Spende für den Mittagstisch entgegennimmt macht klar: „Diese Spende lang haltbarer Lebensmittel hilft weiter. Allerdings wird sie nicht lang halten, denn es gibt leider zu viele Menschen, die auf diese tägliche Unterstützung angewiesen sind. Deshalb freuen sich alle Ausgabestellen über Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder Lebensmittel spenden.“

 

Schwester M. Cárola Brun ist dankbar für das erfolgreiche Engagement so vieler Menschen für Bedürftige. „Ich bin ganz überwältigt, welche Resonanz die Nudel-Challenge hier in St. Martini erfahren hat und möchte allen ganz herzlich danken, die sich mit ihrer Spende für bedürftige Mitmenschen im Sinne unseres Ordenspatrons, des hl. Vinzenz von Paul eingesetzt haben“, erklärt die Hausoberin und ergänzt: „Damit diese tolle Aktion weitergetragen wird, nominiere ich unser Schwesterkrankenhaus, das St. Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter-Bad.“

 

Das vinzentinische Elisabeth-Krankenhaus in Kassel hatte St. Martini für die sogenannte Nudel-Challenge nominiert. Vielen bekannt ist die Eiswürfel-Herausforderung (ICEBUCKET-Challenge), die im vergangenen Jahr durch die Medien und Soziale Netzwerke ging. Der gute Zweck geriet dabei leider oft in den Hintergrund. Bei der Nudel-Challenge geht es sehr konkret um die Versorgung mit Lebensmitteln. Bei Tafeln und kirchlichen Hilfseinrichtungen gibt es oft genug frische Lebensmittel, doch die Regale für lang haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Öl und Konserven sind meist leer. Hierin liegt der Anstoß zur Nudel-Challenge, denn Nudeln sind nicht nur sättigend. Sie sind lange haltbar, alle Religionen und Kulturen essen sie und als preiswerte Lebensmittel kann die Nudeln auch jeder spenden.

Bildunterschrift: Übergabe der Lebensmittelspenden (v.l.): Eva-Maria Hilgers-Canisius (Malteser Hilfsdienst) und Eberhard Walter (Mittagstisch St. Michael), Dagmar Klie (Osteröder Tafel, Ausgabestelle Duderstadt), Pastorin Christina Abel (St. Servatius), Hausoberin Schwester M. Cárola Brun, Gerdi Breuksch (Caritas FairKauf-Laden) und Krankenhaus-Geschäftsführer Markus Kohlstedde.

Bildunterschrift: Übergabe der Lebensmittelspenden (v.l.): Eberhard Walter (Mittagstisch St. Michael) und Eva-Maria Hilgers-Canisius (Malteser Hilfsdienst), Dagmar Klie (Osteröder Tafel, Ausgabestelle Duderstadt), Gerdi Breuksch (Caritas FairKauf-Laden), Pastorin Christina Abel (St. Servatius) und Hausoberin Schwester M. Cárola Brun.

Das Krankenhaus St. Martini

Die St. Martini gGmbH in Duderstadt ist eine gemeinnützige Einrichtung der Vinzenz-Verbund Hildesheim gGmbH und blickt auf eine über 650-jährige Geschichte in der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Eichsfelder Bevölkerung zurück. Unser Haus soll der Verwirklichung der Zielsetzung dieser Ordensgemeinschaft dienen, alten, kranken und notleidenden Menschen zu helfen. Dafür engagieren sich täglich rund 350 Mitarbeiter. Als zweitgrößter Arbeitgeber der Region versorgen wir jährlich über 6.000 stationäre und 10.000 ambulante Patienten. 300 bis 400 Neugeborene erblicken im Krankenhaus St. Martini pro Jahr das Licht der Welt.

Mit insgesamt 126 Planbetten in den Fachabteilungen Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie, Kardiologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Anästhesie und Intensivmedizin bieten wir alle Behandlungsmöglichkeiten der Grund- und Regelversorgung und bilden das medizinische Zentrum des Untereichsfeldes. Zusätzlich hat sich die kassenärztliche Notfalldienstambulanz in den Räumen des Krankenhauses etabliert. Dem Krankenhaus angeschlossen ist eine Gesundheits- und Krankenpflegeschule mit 60 Ausbildungsplätzen. Ebenso bilden wir zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger und zur Bürokauffrau/zum Bürokaufmann aus und bieten Praktikumsplätze für viele Bereiche an. Wir sind Akademisches Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universität Göttingen und geben jungen Ärzten die Gelegenheit, ihr praktisches Jahr in unseren Kliniken zu absolvieren.

 

Auch im Harzkurier erschien ein Artikel

zur Urkunde vom Bundesverband

zum zehnjährigen Jubiläum

 

 

Bericht über die Jahreshauptversammlung der Osteroder Tafel e.V.

am 19. Mai 2015

 

Das wohl wichtigste Ereignis war die Neubesetzung des Amtes des stellvertretenden Vorsitzenden. Dieses Amt lag in den vergangenen drei Jahren in den Händen von Frau Monika Birtel, die mit ihrer freundlichen und zuvorkommenden Art für eine intensive Öffentlichkeitsarbeit gesorgt hat. Ihr Abschied von der Osteroder Tafel aus privaten Gründen ist Frau Monika Birtel nicht leicht gefallen und sie bleibt dieser Einrichtung sicher weiter treu. Sie wurde von allen Anwesenden mit einem sehr herzlichen Dankeschön verabschiedet und übergab ihr Amt an Herrn Sören Sander.

Der „alte“ Vorstand mit Frau Christiane Oestern, Frau Monika Birtel

und Herrn Dr. Hartmut Herrmann

Frau Monika Birtel und Herr Sören Sander bei der Amtsübergabe

Der „neue“ Vorstand mit Herrn Sören Sander, Frau Christiane Oestern

und Herrn Dr. Hartmut Herrmann

Im Übrigen ergab sich aus dem Bericht des Vorsitzenden, Herrn Dr. Hartmut Herrmann, dass die Osteroder Tafel sich im Verlauf der letzten 4 bis 5 Jahren in einem ausgewogenen Gleichgewicht befunden hat. Er stellte erfreut fest, dass die eingehenden Lebensmittelmengen dem Bedarf der Kundinnen und Kunden entsprachen und dass der Umfang der vielfältigen Arbeit durch eine ausreichende Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewältigt werden konnte. Für die anfallenden Kosten standen genügend Geldmittel zur Verfügung, so dass die Arbeit ohne nennenswerte Störungen laufen konnte. Für ihre umsichtige Leitung von Küche und Fahrdienst erhielt Frau Uta Schwarz besondere Anerkennung.

 

Die Zahl der für die Kunden gepackten Lebensmittelkisten pro Woche lag im Jahresschnitt bei etwas mehr als 420 Kisten. Für die Übergabe der Lebensmittel an die Kundinnen und Kunden sorgten an den verschiedenen Ausgabeorten 110 ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Interessant ist, dass der Anteil der berechtigten Familien mit nicht deutscher Herkunft von 22 % auf 32 % deutlich zugenommen hat.

 

Am zweimal wöchentlich stattfindenden Mittagstisch nahmen zwischen 10 und 20 Gästen teil, obwohl bis zu 30 Gäste bewirtet werden könnten. Das wohlschmeckende warme Essen wurde von den Harz-Weser-Werkstätten sowie von den Kliniken Herzberg und Osterode geliefert und der gute Kaffee kam von der Firma Hoff-Kaffeesysteme.

 

Ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit nahmen und nehmen die aktuellen Internetseiten der Osteroder Tafel ein, in denen Frau Monika Birtel über die Vorgänge mit ansprechenden Texten und Fotos berichtete. Diese Aufgabe wird in Zukunft Herr Sören Sander übernehmen.

 

Projekte waren unter anderem die Präsentation der Osteroder Tafel auf dem Martin Luther Platz unter dem Motto „Vereine stellen sich vor“, die Teilnahme an der Vereinsmesse in der Osteroder Stadthalle, die Wichtelaktion auf dem Martinsmarkt in der Stadthalle und die Erstellung einer umfangreichen Festschrift zum zehnjährigen Bestehen.

 

Es gibt inzwischen mehr als 120 ehrenamtlich Tätige in der Osteroder Tafel, denen man nur außerordentlich dankbar sein kann für ihren unermüdlichen, hervorragenden Einsatz.

 

Der Verein, der zurzeit 179 Mitglieder zählt, wurde von einem gut zusammen arbeitenden Vorstand geführt. An der Spitze natürlich, wie immer großartig, Herr Dr. Hartmut Herrmann, tatkräftig unterstützt von der stellvertretenden Vorsitzenden, Frau Monika Birtel, die ihren Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit sehr erfolgreich ausfüllte, und der Schatzmeisterin, Frau Christiane Oestern, die nicht nur eine einwandfreie Buchführung verantwortete, sondern sich auch mit erheblichem Aufwand dem Personalmanagement widmete. Diese Aufgabe hat nun dankenswerterweise Frau Erika Neuschulz übernommen. Besondere Anerkennung fanden auch Frau Martina Wiedemann für ihre sehr freundliche und einsatzfreudige Mitarbeit im Büro sowie Herr Bernd Schneider, der nicht nur das Osteroder Ausgabeteam leitet, sondern sich auch um die Anlagen um das Haus herum kümmert und das Tafelgeschehen mit seiner Kamera sorgfältig dokumentiert.

 

Nach wie vor eng verbunden mit der Osteroder Tafel ist die Stiftung Osteroder Tafel, dann die Stadt Osterode am Harz sowohl in Zuspruch und Beratung als auch durch finanzielle Förderung über die WIBO. Darüber hinaus besteht eine wertvolle Partnerschaft zu den Harz-Weser-Werkstätten. Verlässliche Förderer waren weiterhin die Sparkasse Osterode am Harz, auch die Sparkasse Duderstadt, die Harz Energie und der Lionsclub „Südharz“. Hinzu kamen weitere Förderer und mehrere Schulklassen, die Sammelaktionen zu Gunsten der Osteroder Tafel durchführten.

 

Die Osteroder Tafel ist ihrem Schirmherrn, Herrn Bürgermeister Klaus Becker, zu besonderem Dank verpflichtet. In seinem Grußwort sprach er von seiner Arbeit bei der Osteroder Tafel. Seine Lebensgefährtin Frau Künstel und er sortierten vormittags in der Küche Lebensmittel. Nachmittags erlebten sie den Umgang mit den Kunden, der manchmal schwierig ist. Wohl nicht zu Unrecht lobte er die ausgezeichnete Teamarbeit innerhalb der Tafel. Das Hand-in-Hand-Arbeiten hat ihm Spaß gemacht. Ob seine Prophezeiung, dass es die Tafel noch in 10 Jahren geben wird, wohl zutrifft? Sein Dank für die geleistete Arbeit sei jedenfalls gewiss.

 

Das Programm für 2015 der Tafel Verteilstelle Gieboldehausen finden Sie unter

Der Harzkurier berichtete in einem ausführlichen Artikel.

 Dafür bedankt sich die Osteroder Tafel sehr herzlich.

 In gleicher Weise gab der Eseltreiber der Jahreshauptversammlung

den gebührenden Raum.

 Auch dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

 

Das Echo in der Presse ist für uns nicht nur von außerordentlicher Bedeutung,

es ist auch eine Anerkennung der geleisteten Arbeit.