Freude am Frühling

Wie genießen den Frühling mit seinen leuchtenden Farben, dem Licht und wie er sich mit seinen auf- strebenden Kräften entfaltet und alles zum Blühen bringt. Und wir unterstützen ihn, wo es geht und nötig ist.

Seit wir in Abgunst 9 angekommen sind, haben wir immer wieder viel Kraft investiert, dass nicht nur drinnen die Arbeit gut läuft, sondern dass die Tafel auch nach Außen ein gepflegtes, ansprechendes Bild abgibt – einladend für die Tafelkunden, aber auch wert gefördert zu werden. Immer wieder finden sich Mitarbeiter, die sich mit Geschick der Gestaltung und der Pflege hingeben. Und wir alle freuen uns und sind dankbar für dieses uns lieb gewordene Anwesen, das genau unserem Bedarf entspricht und in dem wir uns nach Wunsch entfalten können.  

 

Jahreshauptversammlung am 14.03.2017

Als der Vorsitzender Dr. Hartmut Herrmann am Dienstagabend die Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus der Schlosskirche eröffnete, konnte er viele Anwesende begrüßen. Viele Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Außen-stellen waren gekommen, um den Jahresbericht zu hören. Ausführlich stellte Dr. Herrmann die Daten der Tafel vor, die angemessene technische Ausstattung, die Spendermärkte und –geschäfte, die Ausgabenstellen in Osterode und Umgebung und die Kundenzahlen. Bemerkenswert ist die große Zahl junger Kunden, aber ebenso auch die nach wie vor geringe Zahl älterer Menschen. Es ist schade, dass alte bedürftige Menschen meist ihre Scham nicht überwinden können und die Leistungen der Tafel nicht in Anspruch nehmen. In seinem Rückblick nannte Dr. Herrmann auch die Außendarstellung „Vereine stellen sich vor“ auf dem Kornmarkt, die Wichtelaktion auf dem Weihnachtsmarkt, die Verteilung von Gutscheinen zum Einkauf von Kinder-kleidung, die durch den Adventskalenderverkauf des Lionsclubs möglich wurde, die Ausgabe von Spiel- zeug und von reich gefüllten Weihnachtstüten an jeden Kunden sowie ähnliche Aktionen in Duderstadt und Gieboldehausen. Besonders hervorzuheben sind die beiden Personalfeste, das gut besuchte Som-merfest und der traditionelle festliche Abend im Advent. Beide Feste sind fest verankert und sorgen für ein gutes Betriebsklima zwischen allen Beteiligten. Großes Gewicht legte Dr. Herrmann auf den Dank. Dank an die über 120 ehrenamtlichen Helfer in den verschiedenen Ausgabeteams, an die Mitarbeiter im Fahrdienst und in der Lebensmittelaufbereitung unter der Leitung von Frau Uta Schwarz, Dank auch für die Unterstützung des Vorstands durch Frau Martina Wiedemann, Frau Erika Neuschulz und Herrn Bernd Schneider. Die Osteroder Tafel ist erheblich auf finanzielle Zuwendungen angewiesen, um all die laufenden Kosten, besonders aber die notwendigen Investitionen tragen zu können. So richtet Dr. Herrmann seinen besonderen Dank an die Sponsoren und Förderer und hofft, dass die Tafel mit dieser verlässlichen Unterstützung weiterhin rechnen darf.

Im Finanzbericht der Schatzmeisterin Christiane Oestern wurde klar, mit welchen Belastungen die Tafel zurechtkommen muss und wie wichtig Einzelspenden sind. Benzinkosten, Personalkosten, Verbrauchs-  und Erhaltungskosten sind regelmäßig zu erwirtschaften. Der Kassenbericht wurde ergänzt durch den Bericht zur Kassenprüfung, der Christiane Oestern eine vorbildliche Buchführung bestätigte.  

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Klaus Becker, dass die OT mit über 120 Ehrenamtlichen ein großes Unternehmen geworden sei. Auffällig sei ihm das familiäre Miteinander, das gelte auch für den Umgang mit den Kunden. Die große Menge Lebensmittel würde sorgfältig verarbeitet und viele Familien versorgt. Diese Unterstützung könne die Stadt nicht geben. Becker erinnerte an  die Tafelgründung vor 12 Jahren, die Klaus Schulze seitens der Stadt gezielt unterstützt habe. Er selbst habe dann 2009 die Schirmherrschaft übernommen. Die heute Mitverantwortlichen "Dinos“ Hartmut und Bernd, die schon bei der Gründung mitgewirkt hätten, möchte er hervorheben und ihnen, aber auch allen anderen Mitarbei-terinnen und Mitarbeitern im Namen der Stadt sein DANKE ausdrücken.

Dr. Stefan Wahle führte im Anschluss an die Berichte die Vorstandswahlen durch. Ohne Gegenstimmen wurde der alte Vorstand wieder gewählt: Vorsitzender Dr. Hartmut Herrmann, stellvertretende Vorsit- zende Frau Rosemarie Münnich  und Schatzmeisterin Frau Christiane Oestern.

Am Ende der gut 90-minütigen Veranstaltung lud Dr. Herrmann alle Anwesenden ein zu bleiben und sich in einer gemütlichen Gesprächsrunde bei einem Büffet von Mitgebrachtem auszutauschen.

Besuch in Gittelde und Bad Grund

Das stattliche kirchliche Gemeindehaus in Gittelde verfügt von alters her über einen großen, breiten Flur und den darf die Osteroder Tafel jeden Mittwoch für die Lebensmittelausgabe nutzen, kostenfrei. Günther Freyer organisiert alles was dazu gehört, das Auf- und Abbauen der Tische, den bürokrati- schen Teil, die Übergabe der Lebensmittelkisten an die Kunden und zum Schluss das saubere   Hinterlassen der Räumlichkeiten. Im Schnitt sind es 20 Kundenfamilien, die bei einer Ausgabe das Tafelangebot wahrnehmen. Wir danken Frau Pastorin Mittelstedt und dem Kirchenvorstand für ihre wohlwollende Unterstützung unserer Arbeit. Sie sehen die Tafel als eine diakonische Arbeit, und die ist ein wesentlicher Bestandteil des kirchlichen Auftrages.

 

In Bad Grund fand die Ausgabe lange Jahre im Eingangsbereich des Rathauses statt. Sie war hier nicht immer frei von Problemen. Seit zwei Jahren darf ein Anbau hinter dem Rathaus im geschütz- ten Bereich genutzt werden. Benny Lehmann steuert hier nicht nur jeden Mittwoch die einwandfreie Ausgabe der Lebensmittelkisten, sondern steht in den 1 ½ Stunden seiner Anwesenheit auch für Gespräche bei einer Tasse Kaffee bereit. Wir danken der Ortsgemeinde Bad Grund für die kosten- freie Bereitstellung des Anbaus.

 

Besuch in Herzberg und Bad Lauterberg

In Herzberg stellt seit fast 10 Jahren die Kirchengemeinde St. Nikolai ihr großes Gemein-dehaus, das Martin-Luther-Haus, zur Verfügung, damit zweimal in der Woche Lebensmittelkisten ausgegeben werden können. Dr. Gisela Schäfer und Cordula Gaebel (1. und 3. von re) leiten ein großes Team und organisieren die Registrierung der Kunden und die Übergabe der Kisten. Im Juli soll das 10-jährige Bestehen der Herzberger Außenstelle gefeiert werden. Danach steht dieses Gebäude leider noch in diesem Jahr nicht mehr bereit und ein anderes Quartier muss gesucht werden. Für ein Haus in zentraler Lage werden schon Erfolg versprechende Gespräche geführt.

Auch in Bad Lauterberg durfte die Tafel mit ihrer Ausgabe in ein kirchliches Gemeindehaus  ziehen, es liegt zentral neben der St. Andreaskirche. Besonderer Dank an  Kirchenvorsteher Herrn Nebel, denn seit zwei Jahren darf  sich die Tafel in dem großen Gemeindesaal ausbreiten. Hier ist nicht nur Raum für die Ausgabe, sondern auch für Gespräche mit den Mit- arbeitern und zum Verweilen der Kunden. Frau Strauß, Frau Tölle (3. und 4. von li) und ihr Team mit acht Helfern sind mit der Vor- und Nachbereitung sehr gefordert, aber auch darin, allen Kundenwünschen gerecht zu werden.

Besuch in Gieboldehausen und Duderstadt

Wenigsten einmal im Jahr möchte der V or-  stand die Außenstellen besuchen. Gieboldehausen war am 13.02. die erste Station in diesem Jahr. Dr. Herrmann und Rosemarie Münnich zusammen mit Bernd Schneider (Fotos) trafen auf ein munteres Team, zu dem dann auch Dr. Detlev vom Kirchenvorstand stieß. Die Gruppe ist sehr glücklich und dankbar, die Räume im Regenbogenhaus der ev. Kirchengemeinde nutzen zu dürfen. Hier ist genügend Platz für die Registrierung der Kunden und die Ausgabe der Lebensmittelkisten und auch für die gut angenommene Beratungsstunde, die den Kunden jeden ersten Montag im Monat angeboten wird, um bei Kaffee und Kuchen locker ins Gespräch zu kommen. Die Leitung der Außenstelle liegt in de Händen von Angelika Rohland und Cornelia Rebe, soweit es die Ausgabe selbst betrifft, während sich Theo Sommer intensiv um das organisatorische Drumherum und ergänzende Veranstaltungen kümmert.

Anschließend der Besuch im ev. Gemeindehaus in Duderstadt. Hier leitet Dagmar Klie eine Gruppe von 25 Helfern, verteilt auf sechs Teams, die sich dienstags und donnerstags um die Kunden und die Ausgabe der Lebensmittelkisten kümmern. Und einmal im Monat treffen sich hier alle Helfer zur Lagebesprechung, zum Austausch über aktuell Erlebtes, aber auch zur Pflege des Zusammenhalts. Und das scheint gut zu gelingen und ist besonders dann hilfreich, wenn  – gelegentlich – Kunden kommen, deren Ansprüchen gerecht zu werden nicht ganz einfach ist.